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Erstes Gespräch: „Wie kannst du es wagen – als Mann?“
Ich habe mit einem Paar gesprochen. Die Frau sagte, sie unterstütze Abtreibung. Als ich sagte, dass ich pro-life bin, wollte sie nicht mehr mit mir sprechen: Wie ich es wagen könne – als Mann? Dann hielt sie mir einen Monolog: Wir wollten die Körper der Frauen kontrollieren.
Ich habe ihr erklärt, dass es nicht um das Geschlecht geht, weil wir uns für den Wert aller Menschen einsetzen müssen. Es geht nicht darum, mir selbst einen Vorteil zu verschaffen, sondern darum, die Ungeborenen zu schützen.
Ich habe erklärt, dass wir die Ungeborenen genauso schützen müssen wie die Frau. Ab wann ist man ein Mensch – und wie kann man es vorher nicht sein?
Während meiner Erklärung wurde sie ganz ruhig. Der Mann sagte, es sei interessant, diese Perspektive zu hören. Es war gut, dass die beiden bis zum Ende zugehört haben.
Zweites Gespräch: Muss man etwas fühlen, damit das Leben zählt?
Ein anderes Paar habe ich gefragt, bis wann Abtreibung in Ordnung sei. Sie sagten: bis zur sechsten Woche, weil dann laut Wissenschaft menschliches Leben beginne – aber Abtreibung sei trotzdem bis zum dritten Monat in Ordnung, weil das Kind nichts spüre.
Ich fragte: Ist es wichtig, etwas zu fühlen, bevor das eigene Leben wichtig ist? Darauf konnte sie nicht antworten. Ihr Freund sagte dann, das sei etwas zum Nachdenken.
Weil die beiden dachten, am Anfang sei es noch nicht wirklich Leben, habe ich erklärt, wann Leben beginnt. Ich habe das Beispiel gegeben, wie in der Natur ein Organismus beginnt: wenn die Keimzellen zusammenkommen. Ich fragte: Dann ist dieser neue Organismus lebendig? Sie stimmte zu.
Dann fragte sie, wie wir Menschen helfen – was ist mit armen Frauen in armen Ländern, sollen sie die Kinder bekommen? Damit ging es nicht mehr um den Wert des Kindes.
Ich habe erklärt, wie ich Frauen unterstütze: indem ich an Organisationen spende, die Schwangeren helfen – und dass wir Flyer mit Hilfszentren haben. Wir töten keine Menschen, um ihnen Leid zu ersparen. Wenn wir Unrecht vermeiden wollen, indem wir das größte Unrecht begehen – jemandem das Leben zu nehmen –, führt das nur zum schlimmsten Ergebnis.
Ich habe erklärt, dass Abtreibung die häufigste Todesursache ist. Das hat sie zum Nachdenken gebracht.
Ihr Freund bedankte sich für das Gespräch und dafür, etwas Neues gelernt zu haben – und sagte, er wolle weiter darüber nachdenken. Dann wurden die beiden still. Ein gutes Zeichen: Das Nachdenken beginnt.
Ich habe auch erwähnt, wie 1000plus zeigt, wie man Frauen in der eigenen Umgebung helfen kann.
Beim Marsch in Köln, Zürich und Berlin
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